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  • Die katzengerechte Wohnung

    Ein winterfestes Plätzchen zum Wohlfühlen

    Katzen sind wärmebedürftige Tiere, sie verbleiben in der Herbst- und Winterzeit sehr viel bei uns zu Hause im Warmen. Sollte ein so genannter Streuner in der kalten Jahreszeit in die Wohnung verbannt werden, könnte dieser mit Verhaltensproblemen reagieren.

    Aber es gibt auch andere Gelegenheiten, bei denen man eine Katze von der Außenwelt isolieren muss: Zum Beispiel sollte wegen der Vogelgrippe Hausarrest angeordnet werden.

    Katzen sind Gewohnheitstiere. Veränderungen bedeuten für sie Stress und können zu Verhaltensproblemen führen: Unsauberkeit, aggressives Verhalten, Fressunlust, Rückzug. Der Katze sollte zur Beherrschung dieser Stress-Situation vom Menschen geholfen werden; sie sollte beschäftigt werden, so dass sie sich mit ihrem Problem gar nicht befassen kann.

    Vom Umgang mit der Katzentoilette: Was muss man beachten ? Wie kann der Mensch für seine Katze die Wohnung katzengerecht machen?

    Wenn die Katze ungern in den Garten geht, muss man in der Wohnung eine Katzentoilette aufstellen. Diese sollte man jedoch nicht an Durchgangsstellen oder neben elektrischen Geräten deponieren. Katzen müssen ungestört „ihr Geschäft“ erledigen. Das Katzenklo muss täglich gesäubert werden. Das Katzenklo sollte auch keinen Deckel haben und in verschiedenen Räumen aufgestellt werden.

    Geben Sie in das Katzenklo ein Streu, welches hoch geruchsbindend ist, sehr saugfähig und in der Körnung angenehm für die Pfoten unserer Stubentiger (zum Beispiel VERITAS-Katzenstreu). Faustzahl bei mehreren Katzen: Anzahl der Katzen plus ein Katzenklo.

    Spielen und die Welt beobachten

    Nehmen Sie sich Zeit, täglich ausreichend mit Ihrer Katze zu spielen. Mit einem bunten Bändchen können die Neugier und der Spieltrieb geweckt werden. Einen Papierknäuel empfindet die Katze als herrliches Spielzeug.

    Es muss etwas sein, was sich bewegt, sollte auch rascheln oder quietschen. Je mehr die Katze spielen kann, desto geringer ist das Risiko, dass sie sich als Spiel in den Waden ihres Menschen festbeißt.

    Der Liegeplatz in der Nähe des Fernsehers ist für Ihren Stubentiger nicht immer der ideale Platz, um sich zum Schlafen niederzulassen. Es gibt aber Katzen, die mögen das Fernsehen. Denen sollten wir das Plätzchen vor der Röhre so gemütlich und weich wie möglich machen. Sorgen Sie auch für einen bequemen Aussichtspunkt. Gerne nehmen unsere Katzen als Aussichtspunkt die Fensterbank ein.

    Ein Platz auf einer Fensterbank ist für die Katze der Himmel. Hier kann sie ihre Umwelt betrachten und über Nachbars Kitty staunen, wie diese durch den hohen Schnee springt. Dieser Platz ist für die Katze DAS,was für uns Menschen das Fernsehen ist.

    Gemütliche Plätze für den Rückzug

    Die Katzen schlafen tagsüber sehr viel, sie dösen. Es sollten mehrere Rückzugsplätze angeboten werden. Für die Zeit der Verbannung ins Wohnzimmer sollten der Katze verschiedene Plätze eingerichtet werden, ca. 3 - 4 Plätze pro Katze.

    Besonders freut sich die Katze,wenn der Tierfreund ihr eine Hütte aus Holz oder einem Karton bastelt, vorne einen Vorhang. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.Wichtig ist jedoch, dass es innen immer schön warm und kuschelig ist.

    Holzwolle oder Nagerheu bietet dem Tier zusätzliche Geruchs- und Spielerlebnisse.

    Ein Katzenbaum in der Wohnung ist für eine Katze das Höchste auf Erden und schafft einen katzengerechten Platz in jeder Wohnung. Ein Kratzbrett bietet unserem Stubentiger die Möglichkeit, sein Revier zu markieren. Nicht zu nennen die Schonung der Möbel und Tapeten.

    Die Aufstellung eines Katzenbaums oder das Öffnen der Schränke und Regale schafft in einer kleinen Wohnung einen katzengerechten Aufenthalt. Um zu vermeiden, dass die Stubentiger an unsere Blumen in der Wohnung gehen, sollte eine Schale mit Katzengras bereitgestellt werden. Das Katzengras ist wichtig für die Verdauung.

    Kleine Kinder sollten das Schlafbedürfnis der Katzen respektieren. Auch die friedlichste Katze kann sonst bissig und zornig werden.

    Mittel gegen Unruhe und Stress

    Verhält sich eine Katze trotz allem unruhig,lindern Pheromone (Geruchshormone) den Stress. Die Pheromone gibt es als Spray in der Sprühdose und sie dämpfen den Stress unseres vierbeinigen Lieblings. Die Pheromone sollten dort versprüht werden, wo sich die Katze am meisten aufhält.

    Beruhigungsmittel mit starker Wirkung erhöhen die Geräuschempfindlichkeit der Katzen, dadurch kann zusätzlich Stress entstehen. Baldrian kann Katzen statt ruhig auch unruhig machen. Daher sollten Sie auch dieses Mittel meiden.

    Eine optimale Alternative zu Baldrian oder den Pheromonen bieten die so genannten Rescue-Tropfen (Notfalltropfen). Dabei handelt es sich um eine Mischung von verschiedenen Bachblüten, sie wirkt entkrampfend und beruhigend: Hier reicht es, einen Tropfen auf der Stirn zu verreiben oder ins Trinkwasser zu geben. Man kann diese Tropfen auch ins Futter träufeln. Katzenminze macht Ihr Tier nur noch aufgeregter, statt es zu beruhigen.

    Der Futternapf sollte nicht mehr ganz so gefüllt werden, wie es der Fall war, als Minka noch durch ihr Revier streunte.

    Gekippte Fenster sind gefährlich

    Gekippte Fenster sind eine Todesfalle für eine Katze. Die Fenster sollten möglichst mit einem Gitter gesichert sein. Eingesperrte Katzen könnten versuchen, durch das gekippte Fenster zu entkommen. Dabei kann die Katze nach unten rutschen und sich in der Panik weiter verkeilen. Die Folgen können Lähmungen, Schockzustände, bleibende Folgen oder sogar der Tod des geliebten Tieres sein.

    Sollte Minka trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch einmal die Flucht geglückt sein und sie findet reuevoll wieder den Weg zu ihrem Menschen zurück, sind keine besonderen Maßnahmen erforderlich. Wenn sie allerdings in der Nähe von Vogelaas war oder kränklich ist, sollte ein Tierarzt aufgesucht werden.

    Krankheitszeichen können sein: Fieber, verminderte Aktivitäten, Vorfall des dritten Augenlides (Nickhaut), Bindehautentzündung und Atemnot. Diese Symptome sind aber nicht spezifisch und können auch bei anderen Krankheiten auftreten.

    Draußen ein kalter Winterabend – drinnen eine schnurrende und zufriedene Katze –, das ist ein wunderbares Gefühl für alle Beteiligten.

    Galina Roth